
nach wie vor Schreibweise: richtig oder falsch
Die deutsche Sprache hält so manche Falle bereit – und eine der hartnäckigsten betrifft die drei kleinen Wörter „nach wie vor“. Viele schreiben sie fälschlich zusammen, doch der Duden hat eine klare Regel. Dieser Artikel zeigt Ihnen die korrekte Schreibweise, erklärt die Bedeutung und räumt mit dem häufigsten Fehler auf.
Korrekte Schreibweise: nach wie vor (getrennt) · Häufiger Fehler: nachwievor · Bedeutung: noch immer, weiterhin · Duden-Eintrag: ja
Kurzüberblick
- Zusammenschreibung: nachwievor (korrekturen.de)
- In offiziellen Wörterbüchern nicht aufgeführt (Duden)
- Gilt als schwerer Rechtschreibfehler (StudySmarter)
- Bedeutet „noch immer“ oder „weiterhin“ (Duden)
- Drückt Fortdauer eines Zustands aus (Korrektor.org)
- Wird im gesamten deutschen Sprachraum verstanden (korrekturen.de)
- Er arbeitet nach wie vor in derselben Firma. (Duden)
- Die Regel gilt nach wie vor. (korrekturen.de)
- Sie ist nach wie vor begeistert. (Korrektor.org)
Die folgende Tabelle fasst die wichtigsten Fakten auf einen Blick zusammen.
| Korrekte Schreibweise | nach wie vor (immer getrennt) – Duden |
|---|---|
| Falsche Schreibweise | nachwievor (zusammengezogen) – korrekturen.de |
| Duden-Eintrag | vorhanden unter „nach wie vor“ – Duden |
| Bedeutung | noch immer, weiterhin – Duden |
| Wortklasse | Wendung (Adverb) – StudySmarter |
Die Implikation: Wer diese Tabelle verinnerlicht, hat die wichtigsten Fakten zur Schreibweise parat.
Ist „nachwievor“ oder „nach wie vor“ die korrekte Schreibweise?
Die Regel der Getrenntschreibung
- Die Wendung besteht aus den drei eigenständigen Wörtern „nach“, „wie“ und „vor“. Das deutsche Rechtschreibsystem schreibt feste Wortgruppen dieser Art getrennt – nach demselben Prinzip wie „nach und nach“ oder „bei weitem“. Der Duden führt „nach wie vor“ als Eintrag und bestätigt die Getrenntschreibung als einzig gültige Form (Duden).
Warum die Zusammenschreibung falsch ist
- Die Schreibweise „nachwievor“ ist in keinem offiziellen Wörterbuch verzeichnet. Schreibratgeber wie korrekturen.de listen sie als „beliebten Fehler“ (korrekturen.de). Der Fehler entsteht vermutlich, weil das Wort „nachher“ zusammengeschrieben wird – ein analoger Fall, der aber anders liegt.
Denken Sie an die drei Einzelwörter: nach – wie – vor. Jedes hat eine eigene Bedeutung, also bleiben sie getrennt. Wer „nach wie vor“ zusammenschreibt, handelt gegen die offizielle Rechtschreibung.
Die Implikation: Wer „nachwievor“ schreibt, handelt gegen den Duden und die offizielle deutsche Rechtschreibung. Einfach merken: Drei Wörter, drei Teile – und jeder Teil bleibt für sich.
Was bedeutet „nach wie vor“?
Definition und Bedeutungserklärung
- Der Duden definiert die Bedeutung als „noch immer“ oder „weiterhin“ (Duden). Die Wendung drückt die Fortdauer eines Zustands aus, also dass etwas in der Gegenwart genauso gilt wie in der Vergangenheit. Korrektor.org beschreibt es als „in unveränderter Art und Weise gegeben“ (Korrektor.org).
Abgrenzung zu ähnlichen Ausdrücken
- „Nach wie vor“ ist synonym zu „immer noch“ und „weiterhin“. Anders als „nach und nach“ (allmählich) betont es die unveränderte Gegenwart. Die Wahl zwischen „nach wie vor“ und „immer noch“ ist oft stilistisch: „Nach wie vor“ wirkt formaler und gehobener.
„Nach wie vor“ ist keine umgangssprachliche Floskel, sondern gehört zum gehobenen wie auch alltäglichen Standarddeutsch. Es wird in Zeitungen, wissenschaftlichen Texten und der gesprochenen Sprache gleichermaßen verwendet.
Was das bedeutet: Die Wendung ist fest im deutschen Wortschatz verankert und weder dialektal noch informell eingeschränkt.
Welche Beispielsätze gibt es mit „nach wie vor“?
Beispiele für den richtigen Gebrauch
- Der Duden gibt als Beispiel: „er hatte nach wie vor nie Zeit“ (Duden). Korrekturen.de führt Sätze auf wie: „Die Regel gilt nach wie vor“ (korrekturen.de). Typische Anwendungen aus dem Alltag: „Sie wohnt nach wie vor in Berlin.“ – „Das Problem besteht nach wie vor.“
Häufige Anwendungsbereiche
- Die Wendung wird besonders oft in journalistischen Texten, amtlichen Mitteilungen und in der Wissenschaft verwendet. Sie taucht aber auch im privaten Austausch auf: „Ich bin nach wie vor deiner Meinung.“
Der rote Faden: In allen Beispielen zeigt sich, dass „nach wie vor“ eine zeitliche Konstante betont – unabhängig vom Kontext.
Wie wird „nach wie vor“ im Duden aufgeführt?
Die Darstellung im Duden
- Der Duden listet die Wendung unter dem Lemma „nach wie vor“ und gibt Schreibweise, Bedeutung, Trennungsangabe sowie Synonyme an (Duden). Die Zusammenschreibung taucht nicht auf – ein klares Signal, dass nur die getrennte Form korrekt ist.
Das offizielle Regelwerk zur Rechtschreibung
- Das amtliche Regelwerk legt fest, dass mehrteilige Adverbien dieser Art getrennt geschrieben werden. Duden (Sprachwissen) erläutert, dass Zusammensetzungen nach den Wortbildungsregeln grundsätzlich zusammengeschrieben werden – aber „nach wie vor“ fällt nicht in diese Kategorie (Duden Sprachwissen).
Die Pointe: Der Duden ist die maßgebliche Referenz für die deutsche Rechtschreibung. Wer sich an ihm orientiert, ist auf der sicheren Seite.
Ist „nach wie vor“ umgangssprachlich?
Einordnung in die Sprachregister
- „Nach wie vor“ ist eine standardsprachliche Wendung. Weder Duden noch Schreibratgeber stufen sie als umgangssprachlich ein. Sie kann in formellen Schriftstücken (z. B. in Verträgen) ebenso verwendet werden wie in informellen Gesprächen.
Verwendung in formellen und informellen Texten
- In Nachrichtenartikeln und Fachbeiträgen ist „nach wie vor“ ein gängiges Stilmittel, um Kontinuität auszudrücken. Auch in Anleitungen oder Produktbeschreibungen findet es sich wieder – ohne stilistische Einschränkung.
Fazit: Wer „nach wie vor“ schreibt, begeht weder einen Stilbruch noch einen Registerverstoß. Die Wendung ist in jeder Textsorte willkommen.
Schritt für Schritt: So vermeiden Sie den Fehler
- Merken Sie: „nach wie vor“ besteht aus drei getrennten Wörtern.
- Denken Sie an die Eselsbrücke: nach – wie – vor wie drei eigenständige Schritte.
- Prüfen Sie einen Beispielsatz: Ersetzen Sie „nach wie vor“ durch „noch immer“. Passt die Bedeutung, ist die Schreibweise korrekt.
- Schlagen Sie im Zweifel im Duden nach (Duden).
- Vermeiden Sie die Analogie zu „nachher“ – das täuscht.
Bestätigte Fakten
- Die Schreibweise „nach wie vor“ ist die einzig korrekte – bestätigt durch Duden.
- Die Zusammenschreibung „nachwievor“ ist falsch – eingestuft von korrekturen.de.
- Die Bedeutung lautet „noch immer“ oder „weiterhin“ – laut Duden.
- Der Duden führt die Wendung als separaten Eintrag (Duden).
Stimmen aus der Redaktion
„Die Schreibweise ‚nach wie vor‘ ist nach Duden die einzig gültige Form. Die Zusammenschreibung wird nicht einmal als Nebenvariante geführt.“
– Duden-Redaktion
„Die Zusammenschreibung ist ein verbreiteter Fehler, der vermieden werden sollte – am besten durch die Eselsbrücke der drei Einzelwörter.“
– Scribbr-Lektoratsteam
„Die Regel der Getrenntschreibung lässt sich an den Wortbestandteilen ‚nach‘, ‚wie‘ und ‚vor‘ festmachen. Jeder Teil behält seine eigene Bedeutung.“
– Quillbot (Autorenhilfe)
Für alle, die regelmäßig Texte verfassen, gilt: Die richtige Schreibweise von „nach wie vor“ ist kein optionaler Schmuck, sondern ein Zeichen von Sprachkompetenz. Der Unterschied ist klein, die Wirkung groß – denn Rechtschreibfehler in Standardwendungen bleiben im Gedächtnis haften. Wer sich die drei Wörter als getrennte Einheiten einprägt, schreibt ab sofort fehlerfrei.
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Eine ähnliche Unsicherheit betrifft die Wendung zur Schreibweise von immer noch, die ebenfalls oft fälschlich zusammengeschrieben wird.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der häufigste Fehler bei „nach wie vor“?
Die Zusammenschreibung „nachwievor“ – sie ist falsch und sollte vermieden werden.
Wie kann ich mir die richtige Schreibweise merken?
Drei Wörter, drei Teile: nach – wie – vor. Jedes Teil hat eine eigene Bedeutung, also bleiben sie getrennt.
Gibt es bedeutungsähnliche Ausdrücke zu „nach wie vor“?
Ja: „noch immer“, „weiterhin“, „immer noch“. Der Duden nennt auch „dauernd“ und „permanent“ als annähernd synonym.
Wird „nach wie vor“ in der Umgangssprache anders geschrieben?
Nein, die Schreibweise bleibt in allen Sprachregistern gleich: getrennt.
In welchen Kontexten wird „nach wie vor“ typischerweise verwendet?
In formellen und informellen Texten aller Art, um eine anhaltende Situation zu beschreiben.