Es gibt Tage, da fühlt sich die Börse an wie eine Achterbahn – und andere, an denen man einfach nur den Überblick behalten will. Wer sich fragt, wo der SMI heute steht und welche Schweizer Aktien gerade die Nase vorn haben, ist hier richtig.

SMI aktuell: 13’388 Punkte ·
Tagesveränderung: +0,35 % ·
Top-Wert im SMI: Novartis (+1,85 %) ·
Schwächster Wert: ABB (-1,84 %) ·
Marktkapitalisierung SMI: ca. 1’200 Mrd. CHF

Kurzüberblick

1Bestätigte Fakten
2Was unklar ist
  • Entwicklung des Frankens gegenüber dem Euro bleibt volatil
  • Zinspolitik der SNB für 2026 nicht eindeutig absehbar
  • Globale Konjunkturrisiken für exportorientierte Werte
3Zeitleisten-Signal
4Wie es weitergeht
  • Analysten sehen Potenzial bei Novartis, ABB, Geberit
  • SNB-Entscheidungen beeinflussen Kursdynamik
  • Fokus auf Dividendentitel für langfristige Anleger
Fünf Kennzahlen, die die aktuelle Lage der Schweizer Börse auf einen Punkt bringen.
Kennzahl Wert Quelle
SMI Stand 13’388 Punkte (05.06.2025) Finanzen.net
Tageshoch 13’420 Punkte Finanzen.net
Tagestief 13’310 Punkte Finanzen.net
Anzahl SMI-Mitglieder 20 SIX, Indexanbieter
Marktkapitalisierung SMI ca. 1’200 Mrd. CHF justETF

Das Muster: Die Kennzahlen zeigen einen stabilen, aber nicht dynamischen Markt – defensiv orientiert, mit moderaten Ausschlägen.

Wie steht es um die Schweizer Börse?

Aktuelle Marktlage

Der SMI, das wichtigste Aktienbarometer der Schweiz, notiert am 5. Juni 2025 bei 13’388 Punkten – ein Tagesplus von 0,35 Prozent (Finanzen.net, Börsendaten). Das Tageshoch lag bei 13’420 Punkten, das Tagestief bei 13’310 Punkten. Damit bleibt der Index auf Jahressicht moderat im Plus: +0,91 Prozent seit Jahresbeginn.

  • Novartis führte die Gewinnerliste mit +1,85 Prozent an (Finanzen.net).
  • Roche folgte mit +0,77 Prozent (Finanzen.net).
  • ABB verlor 1,84 Prozent (Finanzen.net).
  • Logitech gab um 2,35 Prozent nach (Finanzen.net).

Das Muster: Die Schweizer Börse zeigt sich am Freitag uneinheitlich – defensive Gesundheitswerte wie Novartis und Roche gefragt, zyklische Industrieaktien wie ABB unter Druck. Für Anleger bedeutet das: Sektordiversifikation bleibt Trumpf.

Wichtige Indizes (SMI, SPI)

Der SMI umfasst die 20 grössten und liquidesten Unternehmen der Schweiz und repräsentiert rund 85 Prozent der Gesamtkapitalisierung des Schweizer Aktienmarktes (justETF, ETF-Anbieter). Die Gewichtung erfolgt free-float-adjustiert – grosse Aktionärspakete werden also ausgeklammert (SIX, Indexanbieter). Daneben gibt es den SPI (Swiss Performance Index), der nahezu 200 kotierte Titel umfasst und das gesamte Marktuniversum abbildet.

Die Konsequenz: Wer in den SMI investiert, kauft im Kern die grössten Schweizer Unternehmen – aber nicht den ganzen Markt. Der SPI ist breiter, aber weniger liquid.

Welche sind die 10 besten Schweizer Aktien?

Top-Aktien nach Marktkapitalisierung

Die Rangliste der grössten Schweizer Börsenwerte wird dominiert von den Schwergewichten des SMI. Nach aktuellen Daten gehören dazu Nestlé, Novartis, Roche, ABB, Alcon, Geberit, Givaudan, Sika, Zurich Insurance und Swiss Life (Cash, Schweizer Finanzportal).

Vier Gruppen, eine Unterscheidung: Pharmawerte (Novartis, Roche, Alcon) gelten als defensiv und dividendenstark. Industrieaktien (ABB, Geberit, Sika) profitieren vom globalen Infrastrukturbedarf. Luxus- und Konsumgüter (Nestlé, Givaudan) sind konjunkturabhängiger. Versicherer (Zurich, Swiss Life) liefern hohe Ausschüttungen.

Vier Sektoren, vier Profile: Die 10 grössten Schweizer Aktien unterscheiden sich in Rendite, Risiko und Dividende.
Unternehmen Branche Marktkapitalisierung (ca.) Dividendenrendite (ca.)
Nestlé Konsumgüter ~250 Mrd. CHF ~3,2 %
Novartis Pharma ~220 Mrd. CHF ~3,5 %
Roche Pharma ~200 Mrd. CHF ~3,8 %
ABB Industrie ~85 Mrd. CHF ~2,5 %
Zurich Insurance Versicherung ~70 Mrd. CHF ~4,8 %
Alcon Medizintechnik ~40 Mrd. CHF ~1,8 %

Der Trade-off: Hohe Dividende bedeutet oft niedrigeres Wachstum. Zurich und Swiss Life zahlen gut aus, aber Kurssteigerungen bleiben moderat. Novartis und ABB bieten eine Mischung – moderates Wachstum plus Dividende.

Aktien mit höchster Dividendenrendite

Die höchsten Dividendenrenditen unter den Schweizer Blue Chips bieten Swiss Re (5,2 %), Zurich (4,8 %) und Swiss Life (4,5 %) (Cash, Schweizer Finanzportal). Ein Investment in den SMI über ETFs ermöglicht laut justETF sowohl Kursgewinne als auch Partizipation an diesen Ausschüttungen (justETF, ETF-Anbieter).

Der Haken

Die höchste Dividende ist kein Garant für Stabilität: Swiss Re hatte in der Vergangenheit volatile Gewinne, die Rendite spiegelt oft das Risiko wider.

Das Fazit: Für Einkommensinvestoren sind Versicherer die erste Wahl. Wer Wachstum sucht, setzt auf Pharma oder Industrie.

Welche Schweizer Aktien sind Favoriten für 2026?

Analystenempfehlungen

Für 2026 zeigen sich Analysten vorsichtig optimistisch – gestützt auf ein starkes Börsenjahr 2025. Cash nennt in seiner Aktienauswahl für 2026 unter anderem Novartis, ABB, Geberit, Belimo, Sika und Swiss Re als Favoriten (Cash, Schweizer Finanzportal). Besonders ABB profitiert von der globalen Elektrifizierungsnachfrage, Belimo und Geberit von Bau- und Infrastrukturinvestitionen.

  • Novartis: starke Pipeline und positive Studiendaten
  • ABB: globaler Trend zur Elektrifizierung treibt Aufträge
  • Geberit: Sanierungswelle in Europa stützt Nachfrage
Warum das zählt

Der Optimismus für 2026 beruht auf zwei Annahmen: fallende Zinsen in der Eurozone und eine stabile Schweizer Konjunktur. Wenn eine dieser Stützen wackelt, könnten die Prognosen schnell kippen.

Der Vorbehalt: Alle Prognosen stehen unter dem Vorbehalt der globalen Konjunktur. Ein stärkerer Franken oder geopolitische Spannungen könnten die Erwartungen durchkreuzen.

Wachstumssektoren

Die vielversprechendsten Sektoren für 2026 sind laut Analysten Gesundheit/Pharma, Industrie/Elektrifizierung und Technologie (Cash). Insbesondere Logitech und VAT Group gelten als interessante Wachstumswerte, sind aber auch volatiler. Der Trend zu Digitalisierung und Automatisierung begünstigt Unternehmen wie ABB und Sika.

Die Perspektive: Schweizer Anleger sollten 2026 auf eine Mischung aus defensiven Dividendentiteln und zyklischen Wachstumswerten setzen – je nach Risikobereitschaft.

Ist der Schweizer Markt überbewertet?

KGV-Vergleich

Der SMI notiert aktuell mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von etwa 18. Das liegt im Bereich des historischen Durchschnitts, aber über dem Niveau vieler europäischer Indizes wie dem Euro Stoxx 50 (KGV ca. 14–15). Das Muster: Schweizer Aktien sind teurer als vergleichbare europäische Titel – die Prämie spiegelt die höhere Qualität und Stabilität der Unternehmen wider.

Drei Indizes, drei Bewertungen: Der SMI liegt über dem europäischen Durchschnitt, aber unter US-Niveau.
Index KGV (ca.) Dividendenrendite (ca.)
SMI (Schweiz) 18 ~3,2 %
Euro Stoxx 50 14–15 ~3,8 %
S&P 500 (USA) 22–23 ~1,4 %

Der Trade-off: Der SMI ist nicht billig, aber er bietet eine höhere Dividendenrendite als US-Aktien und mehr Stabilität als viele europäische Indizes. Wirklich überbewertet ist der Markt nicht – aber Luft für grosse Kursgewinne ist ohne Gewinnwachstum kaum vorhanden.

Wie stark ist der Schweizer Franken und was bedeutet das?

Frankenstärke und Exportunternehmen

Der Schweizer Franken bleibt stark – insbesondere gegenüber dem Euro. Das belastet exportorientierte Unternehmen wie ABB, Geberit und Sika, deren Umsätze zu grossen Teilen im Euroraum erzielt werden. Die Rechnung: Ein starker Franken senkt den Wert der Auslandserlöse in CHF und drückt auf die Margen.

  • ABB: 45 % Umsatz in Europa, direkter Währungseffekt
  • Geberit: 60 % Umsatz im Euroraum
  • Nestlé: global diversifiziert, geringere Abhängigkeit vom Euro

Die Konsequenz: Für Anleger heisst das: Wer auf exportlastige Werte setzt, sollte die EUR/CHF-Entwicklung im Auge behalten. Defensive Pharmaaktien (Novartis, Roche) sind weniger anfällig.

Wo soll ich 10.000 Euro heute anlegen?

Schritt-für-Schritt-Anlageplan

Für Einsteiger empfiehlt sich ein dreistufiger Ansatz:

  1. Diversifikation über einen SMI-ETF (z. B. CSIF SMI oder UBS SMI ETF): Mit einer Einmalanlage oder einem Sparplan investieren Sie breit gestreut in die 20 grössten Schweizer Unternehmen (justETF, ETF-Anbieter).
  2. Einzelaktien mit Dividende (z. B. Zurich, Swiss Re, Swiss Life): Für Anleger, die regelmässige Ausschüttungen wünschen.
  3. Wachstumsaktien (z. B. Novartis, ABB, Geberit): Für mehr Kurschancen bei etwas höherem Risiko.

Der Plan: 7.000 Euro in den ETF, je 1.000 Euro in drei Einzeltitel nach Risikoprofil. So bleibt das Risiko streuungstechnisch überschaubar.

Empfehlungen für Einsteiger

Einsteiger sollten auf Qualität und Langfristigkeit setzen – nicht auf kurzfristige Kursgewinne. Die Fidelity-Liste der 7 exceptionellen Aktien empfiehlt Unternehmen mit hohem Return on Invested Capital (ROIC) und stabilen Geschäftsmodellen. In der Schweiz erfüllen Novartis, Sika und Geberit diese Kriterien besonders gut.

Der Rat: Finger weg von spekulativen Titeln ohne nachhaltiges Geschäftsmodell. Die Börse Schweiz ist kein Casino – aber Disziplin belohnt.

Welche 7 Aktien sollte man priorisiert kaufen?

Auswahlkriterien

Die Auswahl der Top 7 Prioritätsaktien erfolgt nach harten Kriterien: Marktkapitalisierung über 10 Mrd. CHF, positive Dividendenhistorie, stabiles Umsatzwachstum und niedrige Volatilität. Nach diesen Kriterien ergeben sich (Stand Juni 2025):

  1. Novartis
  2. Roche
  3. Zurich Insurance
  4. ABB
  5. Swiss Re
  6. Sika
  7. Geberit

Das Prinzip: Qualität vor Rendite – die sieben Titel decken vier Sektoren ab und bieten eine Mischung aus Stabilität und Wachstum.

Risikohinweise

Keine dieser Aktien ist garantiefrei. Der Fidelity-Ansatz betont hohe Qualität, aber auch Qualitätsaktien können bei Marktturbulenzen fallen. Die Lehre: Ein Teilportfolio von max. 20 % in Einzeltiteln, der Rest in ETFs – das reduziert das Klumpenrisiko.

Vorteile

  • Hohe Dividendenrenditen bei Versicherern
  • Stabile Performance von Pharma- und Gesundheitswerten
  • Gute Diversifikation über SMI-ETFs möglich
  • Niedrige Volatilität im globalen Vergleich

Nachteile

  • Starker Franken belastet Exportunternehmen
  • Moderate Bewertung (KGV 18) – wenig Raum für Kurssprünge
  • Abhängigkeit von globaler Konjunktur und Zinspolitik
  • Geringere Wachstumsdynamik als US-Tech-Aktien

Zeitleiste der SMI-Entwicklung

  • – SMI schliesst bei 12’800 Punkten (Cash, Finanzportal)
  • – SMI steigt auf 13’388 Punkte (+4,6 %) (Finanzen.net, Börsendaten)
  • – Optimismus für weiteres Wachstum

Bestätigte Fakten und was unklar bleibt

Bestätigte Fakten

  • SMI aktuell bei 13’388 Punkten (05.06.2025)
  • Novartis mit +1,85 % stärkster Wert
  • ABB mit -1,84 % schwächster Wert
  • SMI umfasst 20 Mitglieder
  • Marktkapitalisierung ca. 1’200 Mrd. CHF

Was unklar ist

  • Entwicklung des Frankens gegenüber dem Euro
  • Zinspolitik der SNB für 2026
  • Globale Konjunkturrisiken 2026

«Die Schweizer Aktienauswahl für 2026 ist breit gefächert – von defensiven Pharma-Aktien bis zu zyklischen Industriewerten. Entscheidend ist die Selektion nach Qualität und Dividendenstärke.»

– Analyst der ZKB, Einschätzung zu Schweizer Aktien 2026 (Cash, Schweizer Finanzportal)

«Wer in Schweizer Aktien investiert, sollte auf Diversifikation setzen – ein Mix aus SMI-ETF und Einzeltiteln mit Dividendenfokus ist für die meisten Anleger der richtige Weg.»

– Marktexperte von IG, Kommentar zu den 10 besten Schweizer Aktien (Finanzen.net, Börsendaten)

Für Schweizer Anleger, die heute 10.000 Euro investieren wollen, ist die Entscheidung klar: Ein diversifiziertes Portfolio aus SMI-ETF und ausgewählten Qualitätsaktien mit Dividendenfokus bietet die beste Balance aus Risiko und Rendite – oder man wartet auf klarer Signale aus der Zinspolitik der SNB.

Fazit: Der Schweizer Aktienmarkt ist solide, moderat bewertet und bietet attraktive Dividenden. Für konservative Anleger: SMI-ETF plus Versicherer. Für wachstumsorientierte Anleger: Novartis, ABB und Geberit. Das Währungsrisiko bleibt der entscheidende Faktor für 2026.

Für Anleger, die die aktuellen Entwicklungen verfolgen möchten, bietet Echtzeit-SMI-Kurse und News eine detaillierte Übersicht über die Schweizer Börse.

Häufig gestellte Fragen

Was ist der SMI?

Der SMI (Swiss Market Index) ist der wichtigste Aktienindex der Schweiz und umfasst die 20 grössten und liquidesten börsenkotierten Unternehmen (SIX, Indexanbieter).

Wie viele Aktien sind im SMI?

Der SMI besteht aus 20 Mitgliedern, die rund 85 % der gesamten Marktkapitalisierung des Schweizer Aktienmarktes abdecken (justETF, ETF-Anbieter).

Welche Schweizer Aktie zahlt die höchste Dividende?

Swiss Re führt mit einer Dividendenrendite von ca. 5,2 %, gefolgt von Zurich (4,8 %) und Swiss Life (4,5 %) (Cash, Schweizer Finanzportal).

Ist die Schweizer Börse heute geöffnet?

Die Börse Schweiz (SIX) ist von Montag bis Freitag von 09:00 bis 17:30 Uhr MEZ geöffnet. Handelskalender und Feiertage finden Sie auf der SIX-Website.

Wie kann ich Schweizer Aktien kaufen?

Über jeden gängigen Online-Broker (Swissquote, PostFinance, Interactive Brokers etc.) können Sie Schweizer Aktien kaufen. Alternativ bietet sich ein ETF auf den SMI als kostengünstige Lösung an (justETF, ETF-Anbieter).

Welche Risiken gibt es bei Schweizer Aktien?

Zu den grössten Risiken zählen ein stärkerer Franken (belastet Exporteure), steigende Zinsen und eine globale Rezession (Cash).

Wie hat sich der SMI in den letzten 5 Jahren entwickelt?

Der SMI notierte 2020 bei ca. 10’500 Punkten, stieg bis 2024 auf etwa 12’800 und erreichte 2025 die 13’388-Punkte-Marke (Finanzen.net, Börsendaten).