Ob ein US-Präsident nach Davos reist, ist längst keine Nebensache mehr. Donald Trump hat seine Teilnahme am Weltwirtschaftsforum 2026 bestätigt – und damit das Treffen in den Mittelpunkt der globalen Aufmerksamkeit gerückt.

Bestätigte hochrangige Teilnehmer: Donald Trump (US-Präsident) ·
Rücktritt WEF-CEO: Børge Brende (Februar 2026) ·
IWF-Chefin auf dem Podium: Kristalina Georgiewa ·
Veranstaltungsort: Davos, Schweiz

Kurzüberblick

1Bestätigte Fakten
  • Donald Trump nimmt persönlich teil (SRF)
  • Børge Brende tritt im Februar 2026 als CEO zurück (Wikipedia)
  • Kristalina Georgiewa (IWF) hält eine Rede (Zeit)
2Was unklar ist
  • Genaues Startdatum des Jahrestreffens noch nicht offiziell bestätigt
  • Vollständige Teilnehmerliste steht noch aus
  • Ausmass der Militärpräsenz in Davos unklar
3Zeitleisten-Signal
  • 13. Januar 2026: Bestätigung der Trump-Teilnahme (SRF)
  • Januar 2026 (voraussichtlich): Jahrestreffen in Davos (SRF)
  • Februar 2026: Rücktritt von Børge Brende (Wikipedia)
4Wie es weitergeht
  • Trump wird voraussichtlich am 21. Januar in Davos erwartet (SRF)
  • WEF muss nach Brende-Rücktritt neue Führung finden (Wikipedia)
  • Debatte über Einflüsse von US-Politik auf das Forum (Handelsblatt)

Fünf Kennzahlen, die das WEF 2026 von früheren Ausgaben unterscheiden.

Merkmal Details
Bestätigte Teilnahme US-Präsident Donald Trump (SRF)
Rücktritt WEF-CEO Børge Brende (Februar 2026) (Wikipedia)
IWF-Chefin als Rednerin Kristalina Georgiewa (Zeit)
Veranstaltungsort Davos, Schweiz
Schwerpunktthema laut IWF-Chefin Globales Wirtschaftswachstum (Zeit)

Wer sind die Teilnehmer des WEF 2026?

Staats- und Regierungschefs

  • Das WEF rechnet mit über 3000 Teilnehmenden aus 130 Ländern und einer Rekordzahl von 400 Spitzenpolitikern (SRF).
  • Sechs von sieben G7-Staatschefs sollen vor Ort sein, darunter die USA, Kanada, Japan und Deutschland (SRF).
  • Zur US-Delegation gehören neben Trump auch Außenminister Marco Rubio, Finanzminister Scott Bessent, Handelsminister Howard Lutnick, Sondergesandter Steve Witkoff und Jared Kushner (SRF).

Top-CEOs

  • Fast 850 der weltweit führenden CEOs werden erwartet, darunter Vorstände aus Technologie, Finanzen und Industrie (SRF).
  • Eine offizielle Liste der Unternehmen hat das WEF noch nicht veröffentlicht, doch inoffizielle Quellen nennen Namen wie BlackRock, JPMorgan und Siemens (Handelsblatt).

Überraschende Absagen

  • Mehrere europäische Regierungschefs haben ihre Teilnahme abgesagt – offiziell aus Termingründen, inoffiziell wegen der Dominanz der US-Agenda (Handelsblatt).
  • Einige Spitzenmanager ließen sich durch niederrangige Vertreter vertreten, um direkte Gespräche mit der US-Delegation zu vermeiden (Handelsblatt).
Der Knackpunkt

Trumps Ankündigung hat die Teilnehmerdynamik komplett verändert: Statt eines neutralen Forums für den globalen Dialog wird Davos 2026 zur Bühne einer US-geführten Agenda. Wer nicht kommt, signalisiert diplomatische Distanz.

Die Verschiebung der Teilnehmerdynamik unterstreicht den geopolitischen Wandel des Forums.

Wer leitet das WEF 2026?

Børge Brende und sein Rücktritt

  • Børge Brende war seit 2024 CEO des WEF. Im Februar 2026 trat er zurück – offiziell aus persönlichen Gründen, Medienberichten zufolge wegen seiner Verbindungen zu Jeffrey Epstein (Wikipedia).
  • Der Rücktritt erfolgte mitten in den Vorbereitungen für das Jahrestreffen und sorgte für interne Führungskrise (SRF).

Neue Führungsstruktur

  • Nach Brende Rücktritt übernimmt kommissarisch die stellvertretende CEO die Leitung, während der Stiftungsrat einen Nachfolger sucht (SRF).
  • Die Wahl des neuen CEOs wird als Richtungsentscheidung für die künftige Ausrichtung des Forums gesehen – stärkere politische Unabhängigkeit oder stärkere Einbindung von Regierungen (Wikipedia).
Anmerkung der Redaktion

Der Zeitpunkt des Rücktritts ist verheerend: Ausgerechnet in dem Jahr, in dem Trump das Forum dominiert, verliert das WEF seinen CEO. Die Nachfolge wird die Glaubwürdigkeit des Forums für Jahre prägen.

Die Führungskrise schwächt die Position des WEF in einer kritischen Phase.

Wann beginnt das WEF 2026?

Offizieller Beginn und Dauer

  • Das Jahrestreffen findet voraussichtlich vom 19. bis 23. Januar 2026 statt (SRF).
  • Trump wird am Mittwoch, den 21. Januar, zu seiner „special address“ erwartet und plant einen zweitägigen Aufenthalt (SRF).

Anreise und Logistik

  • Die Anreise der Delegationen beginnt bereits am 17. Januar. Rund 3000 Teilnehmende müssen durch die Sicherheitsschleusen (SRF).
  • Für den US-Präsidenten wird ein massives Sicherheitsaufgebot erwartet; die Armee wird Teile des Ortes abriegeln (SRF).
Fazit: Die Ankunft Trumps am 21. Januar bestimmt den Zeitplan, auch wenn das genaue Datum noch offen ist.

Der enge Zeitplan erhöht den organisatorischen Druck auf das Forum.

Welches Thema steht beim WEF 2026?

Hauptthema: Kooperation in einer fragmentierten Welt

  • Das offizielle Motto lautet „Kooperation in einer fragmentierten Welt“ (Handelsblatt).
  • IWF-Chefin Kristalina Georgiewa forderte in einer Rede auf dem Forum dringend verstärkte globale Wachstumsanstrengungen, um die Kluft zwischen Industrie- und Schwellenländern zu schließen (Zeit).

Nebenthemen: Klima, Technologie, Sicherheit

  • Neben Wirtschaftswachstum stehen Klimafinanzierung, künstliche Intelligenz und Cybersicherheit auf der Agenda (SRF).
  • Die Ukraine und der Nahost-Konflikt werden in mehreren Panels diskutiert, auch wenn die USA diplomatische Zurückhaltung signalisieren (Handelsblatt).

„Die Welt braucht dringend verstärkte globale Wachstumsanstrengungen – das ist die zentrale Botschaft dieses Forums.“

Kristalina Georgiewa, IWF-Chefin (Zeit)

Warum das wichtig ist

Das Motto klingt nach Harmonie, doch die Realität ist anders: Trumps Auftritt wird die bestehenden Gräben eher vertiefen als überbrücken.

Der Gegensatz zwischen Motto und Realität wird die Diskussionen prägen.

Welche Kontroversen gibt es um das WEF 2026?

Epstein-Verbindung des WEF-CEO

  • Børge Brende geriet unter Druck, als seine früheren Kontakte zu Jeffrey Epstein öffentlich wurden. Der Druck führte letztlich zu seinem Rücktritt (Wikipedia).
  • Kritiker werfen dem WEF vor, die Verbindung zu lange ignoriert zu haben (SRF).

Trump-Teilnahme und Proteste

  • Die Einladung Trumps stößt bei vielen NGOs und Klimaaktivisten auf scharfe Kritik. Es sind Großdemonstrationen in Davos und Zürich angekündigt (ZDFheute).
  • Das Handelsblatt schrieb: „Er hat dieses Treffen total gekapert. Alle Medieninterviews wurden abgesagt, weil die Gäste Angst vor Fragen zur Weltpolitik haben.“ (Handelsblatt)

„Er hat dieses Treffen total gekapert.“

Handelsblatt (Handelsblatt)

Fazit: Das WEF 2026 steht unter massivem Druck: Führungsvakuum durch Brendes Rücktritt, Trump als polarisierender Hauptakt und Proteste – eine toxische Mischung für die Glaubwürdigkeit des Forums.

Die Kontroversen könnten langfristig die Autorität des WEF untergraben.

Zeitleiste der wichtigsten Ereignisse

  • 13. Januar 2026: WEF bestätigt die Teilnahme von Donald Trump (SRF)
  • Januar 2026 (voraussichtlich 19.–23.): Jahrestreffen des World Economic Forum in Davos (SRF)
  • Februar 2026: Rücktritt von WEF-CEO Børge Brende (Wikipedia)

Was wir wissen – und was nicht

Die Recherche zeigt ein klares Bild, aber auch Lücken.

  • Bestätigt:
    • Trump kommt persönlich (SRF)
    • Brende tritt zurück (Wikipedia)
    • Georgiewa spricht (Zeit)
    • Über 3000 Teilnehmende, 64 Staats- und Regierungschefs, 850 CEOs (SRF)
  • Unklar:
    • Genaues Datum des Jahrestreffens (19. oder 20. Januar?)
    • Vollständige Liste der CEO-Teilnehmer
    • Militärische Sicherheitsvorkehrungen im Detail
    • Ob weitere prominente Absagen folgen

Ausblick: Was das WEF 2026 bedeutet

Die Kombination aus Trump-Dominanz, Führungsvakuum und wachsender Protestwelle setzt das Weltwirtschaftsforum unter Druck: Entweder es gelingt, die Unabhängigkeit zurückzugewinnen, oder es wird zur reinen Bühne für nationale Interessen. Die Zukunft des WEF hängt davon ab, ob es sich von der Dominanz Trumps lösen kann.

Anmerkung der Redaktion

Die aktuelle Lage zeigt: Das WEF steht an einem Wendepunkt. Wer den neuen WEF-CEO wählt, wird entscheiden, ob das Forum seinen Einfluss behält oder zum Anhängsel der US-Politik wird.

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Weitere Quellen

n-tv.de, youtube.com, youtube.com

Häufig gestellte Fragen

Wie viele Teilnehmer kommen zum WEF 2026?

Über 3000 aus 130 Ländern, darunter 400 Spitzenpolitiker und 850 CEOs (SRF).

Kann man das WEF 2026 besuchen?

Der Zutritt ist streng limitiert. Nur akkreditierte Teilnehmer, Journalisten und geladene Gäste können teilnehmen. Ticketverkäufe gibt es nicht (WEF.org).

Welche Sicherheitsvorkehrungen gibt es?

Die Schweiz setzt massiv Sicherheitskräfte ein, inklusive Armee und Polizei. Für Trump wird ein Teil von Davos abgeriegelt (SRF).

Wer organisiert das WEF?

Das World Economic Forum mit Sitz in Cologny (Genf). Der Stiftungsrat leitet die Organisation, derzeit kommissarisch nach Brendes Rücktritt (Wikipedia).

Welche Rolle spielt die Schweiz beim WEF?

Die Schweiz ist Gastgeberland und stellt die Infrastruktur sowie einen Großteil der Sicherheitskräfte. Der Bundesrat entsendet üblicherweise eine Delegation (SRF).

Gibt es Proteste gegen das WEF 2026?

Ja, mehrere Organisationen wie Greenpeace und Attac haben Proteste angekündigt. Die größte Demonstration soll am 22. Januar in Davos stattfinden (ZDFheute).

Was kostet ein Ticket für das WEF?

Es gibt keine öffentlichen Tickets. Die Teilnahmegebühr für Mitglieder beträgt je nach Kategorie zwischen 20.000 und 100.000 CHF (WEF.org).