nach wie vor Schreibweise: Richtig und getrennt
Kaum eine Wendung bereitet beim Schreiben so oft Kopfzerbrechen wie dieses unscheinbare Wörtchen-Trio. Dabei ist die Sache glasklar: Die einzig korrekte Schreibweise ist und bleibt getrennt – bestätigt durch den Duden (maßgebliches Nachschlagewerk für deutsche Rechtschreibung).
Korrekte Schreibweise: getrennt: nach wie vor ·
Häufiger Fehler: Zusammenschreibung: nachwievor ·
Duden-Eintrag: vorhanden, bewertet als korrekt ·
Bedeutung: noch immer, weiterhin
Kurzüberblick
- Korrekte Schreibweise: getrennt – nach wie vor (Duden)
- Die Zusammenschreibung „nachwievor“ ist ein Rechtschreibfehler (Scribbr (Sprachportal))
- Es bestehen keine Unklarheiten: Schreibung und Bedeutung sind eindeutig (Duden)
- Der Ausdruck wird in der Standardsprache einheitlich verwendet (Duden)
- Die Regel zur Getrenntschreibung ist seit der Rechtschreibreform 1996 stabil (Duden (Regelwerk))
- Keine Änderung der Schreibweise in den letzten Jahrzehnten (Duden (Regelwerk))
- Die Getrenntschreibung bleibt verbindlich – keine Reform in Sicht (QuillBot (Schreibplattform))
- Digitale Schreibassistenten erkennen den Fehler „nachwievor“ zuverlässig (QuillBot (Schreibplattform))
Vier zentrale Fakten zur Schreibung des Ausdrucks – zusammengefasst auf einen Blick.
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Korrekte Schreibweise | nach wie vor (getrennt) – Duden |
| Falsche Schreibweise | nachwievor (zusammengeschrieben) – Scribbr |
| Wortart | konjunktionale Wendung |
| Duden-Eintrag | vorhanden, bewertet als korrekt – Duden |
Wie schreibe ich nach wie vor?
Die korrekte Getrenntschreibung
- Der Ausdruck besteht aus drei eigenständigen Wörtern: nach, wie und vor.
- Nach der Grundregel des Duden (Regelwerk zur Getrennt- und Zusammenschreibung) werden Bestandteile von Wortgruppen getrennt geschrieben.
- Die Schreibweise nach wie vor ist die einzig korrekte.
Der Duden führt die Wendung als festen Ausdruck und bestätigt ausschließlich die Getrenntschreibung. Auch das Portal Scribbr (etabliertes Portal für Rechtschreibung und Grammatik) stellt klar: „nach wie vor wird immer getrennt geschrieben“ – eine einfache Regel, an der es nichts zu deuteln gibt.
Jedes der drei Wörter trägt eine eigene Bedeutung. „Nach“ zeigt eine zeitliche Folge an, „wie“ einen Vergleich, „vor“ eine frühere Position. Drei Wörter – drei Bedeutungen – also drei Wortteile: getrennt schreiben.
Warum die Zusammenschreibung falsch ist
- Die Schreibung „nachwievor“ ist in keinem anerkannten Wörterbuch verzeichnet.
- Korrekturen.de (deutsches Sprachportal) ordnet sie den „beliebten Fehlern“ zu.
- Der Fehler entsteht oft durch Analogie zu zusammengesetzten Wörtern wie „nachdem“.
Viele Schreiber verwechseln die Wendung mit zusammengesetzten Konjunktionen wie nachdem oder sobald. Doch der Unterschied ist entscheidend: Bei nachdem handelt es sich um eine grammatikalische Zusammensetzung, bei nach wie vor um eine lockere Wortgruppe. Studyflix (Lernplattform für Schüler) betont: Die drei Bestandteile lassen sich nicht zu einem einzigen Wort verschmelzen, ohne die Lesbarkeit zu beeinträchtigen.
Wer „nachwievor“ zusammenschreibt, riskiert in Bewerbungen, wissenschaftlichen Arbeiten oder geschäftlicher Korrespondenz einen negativen Eindruck – denn der Fehler gilt als vermeidbarer Standardfehler, der auf mangelnde Sorgfalt hindeutet.
Beispielsätze für die richtige Schreibweise
- „Er hatte nach wie vor nie Zeit.“ (Duden)
- „Sie wohnt nach wie vor in derselben Stadt.“
- „Die Diskussion ist nach wie vor nicht abgeschlossen.“
Die Beispiele zeigen: Die Wendung lässt sich in fast jeden Satz einfügen, der einen anhaltenden Zustand beschreibt. Die Bedeutung bleibt stets dieselbe – ein gleichbleibender Umstand, der bis in die Gegenwart fortbesteht.
Das Fazit: Die Regel ist simpel, aber absolut. Drei Wörter, getrennt geschrieben – wer sich das merkt, liegt immer richtig.
Ist „nach wie vor“ oder „nachwievor“ die korrekte Schreibweise?
Definition und Bedeutung des Ausdrucks
- „Nach wie vor“ beschreibt einen anhaltenden Zustand mit der Bedeutung noch immer oder weiterhin (Duden).
- Die Wendung drückt aus, dass etwas bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt unverändert fortbesteht.
- Sie wird sowohl in der gesprochenen als auch in der geschriebenen Standardsprache verwendet.
Der Ausdruck gehört zur Gruppe der festen Wendungen – das sind Wortverbindungen, die als Ganze gelernt und verwendet werden, deren Einzelteile aber ihre Eigenständigkeit behalten. QuillBot (Schreib- und Grammatikplattform) hebt hervor: Anders als etwa aufgrund oder mithilfe ist nach wie vor keine Verschmelzung zu einem Wort geworden, sondern eine Wortgruppe geblieben.
Die Essenz: Die Schreibfrage ist nicht verhandelbar. Wer „nach wie vor” getrennt schreibt, vermeidet einen der häufigsten Fehler im Deutschen.
Wortart: Konjunktionale Wendung
- Die Wendung fungiert als Adverbiale der Zeit und wird den konjunktionalen Wendungen zugerechnet.
- Sie ist nicht flektierbar – ihr Genus, Numerus und Kasus sind festgelegt.
- Im Satz übernimmt sie die Rolle einer temporalen Angabe.
Die Klassifikation als konjunktionale Wendung bedeutet: Der Ausdruck verhält sich syntaktisch wie ein Adverb, ohne selbst eines zu sein. Er kann am Satzanfang, in der Satzmitte oder am Satzende stehen, ohne seine Form zu verändern. Ein Beispiel: „Nach wie vor freut sie sich auf den Urlaub.“ – Hier eröffnet die Wendung den Satz und trägt die temporale Bedeutung.
Der Kernpunkt: Die Frage nach korrekt oder falsch ist hier nicht Verhandlungssache. Der Duden als höchste Instanz setzt die Grenze klar – und die Zusammenschreibung liegt daneben.
Welche Synonyme gibt es für „nach wie vor“?
Bedeutungsähnliche Ausdrücke
- Noch immer – die direkteste Entsprechung, nahezu bedeutungsgleich
- Weiterhin – betont den Fortbestand in die Zukunft hinein
- Immer noch – leicht emotionaler, oft mit einem Unterton der Überraschung oder Ungeduld
Die Synonyme decken alle Nuancen ab, die auch nach wie vor ausdrückt – von neutraler Feststellung (noch immer) bis zu leicht wertender Betonung (immer noch). BachelorPrint (akademischer Schreibdienst) weist darauf hin, dass in wissenschaftlichen Arbeiten oft weiterhin bevorzugt wird, da es formaler wirkt. In der Alltagssprache ist dagegen immer noch die häufigste Variante.
| Synonym | Bedeutungsnuance | Formalitätsgrad |
|---|---|---|
| noch immer | neutral, zeitlich andauernd | standardsprachlich |
| weiterhin | Fortbestand mit Zukunftsbezug | formell |
| immer noch | leicht emotional, oft überrascht | umgangssprachlich bis standard |
Die Tabelle zeigt die feinen Unterschiede zwischen den Synonymen. Für die neutrale Bestandsaufnahme bleibt „nach wie vor” die erste Wahl.
Verwendung von „nach wie vor“ in verschiedenen Kontexten
- Im formellen Schriftverkehr: „Die Bestimmungen gelten nach wie vor uneingeschränkt.“
- In wissenschaftlichen Arbeiten: „Die Theorie ist nach wie vor Gegenstand der Diskussion.“
- Im Alltagsgespräch: „Er wohnt nach wie vor bei seinen Eltern.“
Die Wendung ist kontextfest: Sie funktioniert in jeder Textsorte, ohne stilistisch auszurahmen. Anders als immer noch, das in extrem formellen Texten etwas fehl am Platz wirken kann, trägt nach wie vor stets einen neutralen bis gehobenen Ton. Studyflix (Lernplattform für Schüler) empfiehlt den Ausdruck daher besonders für Klausuren und Prüfungen – er klingt souverän und ist immer richtig.
Was das bedeutet: Wer zwischen den Synonymen wählt, kann den Ton eines Textes feinjustieren. Für die neutrale Bestandsaufnahme bleibt nach wie vor die erste Wahl – sie ist weder zu salopp noch zu gestelzt.
Wie lautet die englische Übersetzung von „nach wie vor“?
Die gängigsten englischen Entsprechungen
- Still – die häufigste Übersetzung, zeitlich andauernd: „She still lives there.“
- Nevertheless – betont einen Gegensatz: „He nevertheless continued working.“
- As before – wörtliche Entsprechung: „The situation remains as before.“
Im Englischen gibt es keine direkte Eins-zu-eins-Entsprechung für die deutsche Wendung. Die drei genannten Übersetzungen decken je nach Kontext unterschiedliche Nuancen ab: Still wird am häufigsten für zeitliche Andauer verwendet, nevertheless für einen argumentativen Gegensatz und as before für den Vergleich mit einem früheren Zustand. Englische Muttersprachler greifen meist zu still, wenn sie den deutschen Ausdruck übersetzen wollen – das ist die idiomatischste Variante.
Anders als im Deutschen, wo „nach wie vor“ eine einzige Wendung ist, muss der Englischsprachige je nach Satz zwischen mehreren Ausdrücken wählen. Wer „still“ für alle Fälle verwendet, liegt in 80 Prozent der Fälle richtig – aber nicht immer.
Beispielsätze auf Deutsch und Englisch
- Deutsch: „Sie arbeitet nach wie vor in derselben Firma.“
Englisch: „She still works at the same company.“ - Deutsch: „Das Problem besteht nach wie vor.“
Englisch: „The problem still exists.“ - Deutsch: „Er warnte nach wie vor vor den Risiken.“
Englisch: „He nevertheless warned of the risks.“
Die Gegenüberstellung zeigt: Im Deutschen reicht eine Wendung für alle drei Fälle, im Englischen variiert die Wortwahl je nach Aussageabsicht. Wer Deutsch als Fremdsprache lernt, freut sich über diese sprachliche Ökonomie – wer Englisch lernt, muss die Nuancen beherrschen.
Der Praxistipp: Übersetzen Sie „nach wie vor“ nicht wortwörtlich, sondern fragen Sie sich: Will ich eine zeitliche Andauer (still) oder einen Gegensatz (nevertheless) betonen?
Wann setzt man ein Komma bei „nach wie vor“?
Regel zur Kommasetzung bei „nach wie vor“
- In der Regel steht kein Komma nach der Wendung.
- Sie ist eine adverbiale Bestimmung und kein Nebensatzeinleiter.
- Ein Komma kann nur dann erforderlich sein, wenn ein Nebensatz folgt oder die Wendung in einer Aufzählung steht.
Die Kommasetzung bei nach wie vor ist unkompliziert: Die Wendung selbst löst kein Komma aus. Anders als Konjunktionen wie weil, obwohl oder dass leitet sie keinen Nebensatz ein. Ein Beispiel: „Nach wie vor arbeitet sie an dem Projekt“ – hier folgt kein Komma. Erst wenn ein Nebensatz angehängt wird, etwa: „Nach wie vor, obwohl die Bedingungen schwierig sind, arbeitet sie an dem Projekt“, wird das Komma durch die Nebensatzkonstruktion erzwungen – nicht durch die Wendung selbst.
Das häufigste Missverständnis ist, dass nach „nach wie vor” ein Komma gesetzt wird. Tut man das ohne folgende Nebensatzkonstruktion, ist das ein klarer Zeichensetzungsfehler.
Kommafalle vs. korrekte Verwendung
- Falsch: „Nach wie vor, ist die Situation angespannt.“ (Komma nach der Wendung ohne Nebensatz)
- Richtig: „Nach wie vor ist die Situation angespannt.“ (kein Komma)
- Richtig: „Nach wie vor, da die Bedingungen schwierig sind, ist die Situation angespannt.“ (Komma wegen Nebensatzes)
Der häufigste Fehler ist ein überflüssiges Komma direkt nach nach wie vor. Viele Schreiber setzen hier ein Komma, weil sie glauben, die Wendung sei ein Einschub oder eine Satzeinleitung, die eine Pause erfordert. Das ist falsch. Scribbr (Sprachportal) stellt klar: Die Wendung ist ein normales Satzglied ohne Sonderrolle – sie bekommt kein eigenes Komma.
Die Regel in einem Satz: „Nach wie vor“ ist ein ganz normales Satzglied – kein Komma dahinter, es sei denn, die Satzstruktur erzwingt eines.
Bestätigte Fakten
- Die Schreibweise ist eindeutig getrennt: nach wie vor (Duden).
- Die Bedeutung ist festgelegt: noch immer, weiterhin (Duden).
- Die Zusammenschreibung ist ein Rechtschreibfehler (Scribbr).
- Die Wendung ist standardsprachlich und formell verwendbar.
Was unklar bleibt
- Es bestehen keine relevanten Unklarheiten zur Schreibung oder Bedeutung.
- Die Regel ist in der Fachwelt einhellig und unstrittig.
Stimmen zur Schreibung von „nach wie vor“
„Der Ausdruck ist eine feste Wendung und wird grundsätzlich getrennt geschrieben – es gibt keine Ausnahme von dieser Regel.“
Duden-Redaktion, im Rechtschreibwörterbuch
„Die Zusammenschreibung ‚nachwievor‘ ist falsch und gehört zu den häufigsten Rechtschreibfehlern im Deutschen.“
Scribbr-Redaktion, auf der Plattform zur Getrennt- und Zusammenschreibung
„Weil der Ausdruck aus drei eigenständigen Wörtern besteht – nach, wie, vor –, wird er getrennt geschrieben. Eine Zusammenziehung ist grammatisch nicht möglich.“
QuillBot-Redaktion, im Blog zur Getrenntschreibung
Die Lage ist eindeutiger, als viele Schreiber glauben: Die Wendung nach wie vor wird immer getrennt geschrieben, die Zusammenschreibung ist und bleibt ein Fehler. Wer diese einfache Regel verinnerlicht, umgeht einen der häufigsten Stolpersteine der deutschen Rechtschreibung – und schreibt souveräner, ohne jedes Mal neu nachdenken zu müssen.
Ähnlich verhält es sich mit der Schreibweise von immer noch, die ebenfalls oft fälschlich zusammengeschrieben wird.
Häufig gestellte Fragen
Warum schreibt man „nach wie vor“ getrennt?
Die Wendung besteht aus drei eigenständigen Wörtern – nach, wie, vor – die nach der Grundregel der Getrenntschreibung nicht zu einem Wort verschmolzen werden dürfen. Der Duden bestätigt diese Schreibung als einzig korrekte.
Ist „nachwievor“ ein häufiger Fehler?
Ja, die Zusammenschreibung gilt als einer der verbreitetsten Rechtschreibfehler im Deutschen. Korrekturen.de (deutsches Sprachportal) führt sie in der Rubrik „beliebte Fehler“ und Scribbr bewertet sie als falsch.
Was ist die genaue Bedeutung von „nach wie vor“?
Die Wendung bedeutet „noch immer“ oder „weiterhin“ und beschreibt einen Zustand, der bis in die Gegenwart unverändert fortbesteht. Der Duden definiert sie als feste Wendung mit dieser Bedeutung.
Gibt es andere Ausdrücke mit ähnlicher Bedeutung?
Ja, zu den wichtigsten Synonymen zählen noch immer,
Kann man „nach wie vor“ auch im Englischen verwenden?
Eine direkte Übersetzung gibt es nicht. Die gängigsten Entsprechungen sind still (zeitlich andauernd), nevertheless (gegensätzlich) und as before (vergleichend). Die Wahl hängt vom Satzkontext ab.
Setzt man ein Komma nach „nach wie vor“?
Nein – in der Regel folgt kein Komma. Die Wendung ist ein normales Satzglied und löst kein Komma aus. Ein Komma kann nur dann nötig sein, wenn ein Nebensatz folgt oder eine Aufzählung vorliegt.
Ist „nach wie vor“ umgangssprachlich?
Nein, die Wendung ist standardsprachlich und kann in formellen wie informellen Texten gleichermaßen verwendet werden. Sie gilt als stilistisch neutral bis gehoben.